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Weekend Cooking: Vietnamesische Banh Baos

Dieses Rezept hatte ich schon seit einer Weile im Kopf. Die frischen, gedämpften Banh Baos, die meine Mutter immer macht, sind bei uns zu Hause sehr beliebt. Comfort Food vom Feinsten! Aber leider nichts für Vegetarier. Würde ich Tofu vorschlagen, müsste meine Mutter womöglich zur Beruhigung in eine Tüte atmen. Das nächste vegetarische Gericht kommt bald wieder.

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Die vietnamesische Küche erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Mittlerweile werden Banh Mis und die gedämpften Banh Baos mit herzhafter Füllung in verschiedenen Läden in Berlin angeboten. Aber tatsächlich schmecken sie mir am Besten, wenn sie hausgemacht sind. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen kann man die Füllung selber gestalten; zum anderen kann man einen Vorrat an Banh Baos auch bestens im Gefrierfach aufbewahren: So hat man für die kommenden kälteren Tage immer eine leckere kleine Mahlzeit parat. Sie sind super einfach in der Zubereitung, allerdings muss man etwas Zeit mitbringen. Die Mengenangaben ergeben hier übrigens etwa 20 Stück.
Diese Zutaten benötigt Ihr:

Für den Teig

1 kg Weizenmehl Typ 405
500 ml Milch
1 Frischer Hefewürfel
50 g Zucker
1 Prise Salz

 

Für die Füllung

500 g Hack vom Rind
400 g Hack vom Schwein
2 Hähnchenfilets
5 Eier
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
50 g Morchel (getrocknet)
40 g Glasnudel
1 EL Honig
2 EL Sojasauce
Korianderpulver, Cayennepfeffer
Salz und Pfeffer

 

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Teig

Mehl und Salz in einer großen Schale vermengen und darin eine Mulde bilden. Milch anwärmen, Zucker hinzugeben und die frische Hefe hineinbröseln. Die Milchmischung langsam zum Mehl geben,  alles miteinander vermengen und zu einem Ball kneten. Sollte der Teig zu klebrig rein, hilft etwas Mehl. Diesen Mehlball dann (am Besten mit einem Geschirrtuch) abgedeckt in einem warmen und windstillen Ort ca. eine Stunde ruhen lassen. Ich bevorzuge da den (natürlich noch nicht aktivierten) Backofen. Während der Ruhezeit kann man jetzt die Füllung zubereiten.

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Füllung

Hühnchenbrust nach dieser Anleitung anbraten. Die Eier für ca. 7 Minuten kochen, abkühlen lassen und anschließend pellen und vierteln.

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Glasnudeln in lauwarmes Wasser einlegen. Wenn sie aufgeweicht sind (ca. 15 min.), Wasser wegschütten und die Nudeln mit einer Schere mehrfach zerkleinern, damit die Fäden nicht allzu lang sind. Die getrockneten Morcheln ebenfalls in lauwarmes Wasser einlegen, sodass sie weich werden und sich im Wasser auf ihre ursprüngliche Größe entfalten. Anschließend Wasser wegschütten und die Morcheln in dünne Streifen schneiden. Alles zur Seite stellen. Zwiebel würfeln und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl glasig dünsten. Das Hack dazugeben und auf mittlerer Hitze anbraten. Morcheln hinzugeben und mit reichlich Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt die Glasnudeln zu der Hack-Morchel-Mischung hinzufügen und nochmal alles kurz anbraten. Pfanne anschließend zur Seite stellen.

Der Teig wird sich nach der Ruhephase um ein vielfaches vergrößert haben. Diesen anschließend noch einmal auf einer bemehlten Fläche durchkneten, sodass dieser geschmeidig wird.

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Zu einer langen Teigrolle formen und diese anschließend in ca. 2,5 cm dicke Scheiben schneiden. Bei mir ergaben sich bei der Teigmenge etwa 20 Bällchen.

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Die Teilbällchen mit einem Nudelholz zu kleinen Fladen ausrollen. Als Füllung kommen etwa 1,5 EL Hack-Mischung, eine Scheibe Hähnchenbrust und ein Viertel vom Ei hinein. Den gefüllten Teigfladen vorsichtig zusammenfalten und die obige Öffnung gut verschließen, sodass sie später beim Dämpfen nicht aufgehen. Als Unterlage und gegen ein Verkleben empfehle ich zugeschnittenes Backpapier.

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Ihr habt mehrere Möglichkeiten, die Baos zu dämpfen. Entweder ihr legt sie in einen Bambusaufsatz (den ich hier und hier schon verwendet habe) über einem normalen, mit kochendem Wasser gefüllten Topf. Oder, als Asiatin bzw. Kochnerd habt ihr einen dieser super ästhetischen Reiskochtöpfe mit Dämpfaufsatz zu Hause. Die Baos für etwa 8-10 Minuten dämpfen. Warm genießen.

Tipp: Nach dem Dämpfen könnt ihr die Baos auch einfrieren. Dann nach dem Auftauen noch einmal dämpfen und sie schmecken wie am ersten Tag!

Viele weitere Rezepte find Ihr unter der Kategorie Food.

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