Interior

Altes Holz in neuen Möbeln: Johanenlies aus Berlin

In den Niederlanden sind Möbel aus qualitativ hochwertigen, schon verwendeten und aussortierten Bauhölzern und Dielenbohlen seit einigen Jahren ein ausgemachter Trend. Johanenlies nimmt die Designinspirationen aus den Amsterdamer Grachten und kombiniert sie mit dem Charme der Berliner Großstadt.

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Gebrauchsspuren sind bei Designobjekten nicht vorgesehen und gelten meist als Makel. Der Holztisch aus meiner Kindheit dagegen ist immer noch in Verwendung, mit unzähligen Furchen und Brandmalen von heißen Pfannen. Die mit dem Tisch verbundenen Erinnerungen sind auf der Platte eingeschrieben. Dieser Idee folgt auch Johanenlies: Möbel, die gebraucht werden können und wollen. In Handarbeit werden alte Hölzer als charmante Möbelstücke wieder zum Leben erweckt. Gründer von Johanenlies ist Mike Raaijmakers aus den Niederlanden, der seit fünfzehn Jahren in Berlin wohnt.

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Die Hocker, Sideboards, Regale, Tische und Betten tendieren mal mehr ins Landhaus, mal mehr zu Industrial Chic. In jedem Fall behalten die Bretter ihre eigene Textur; der handwerkliche Charakter bleibt ablesbar. Jedes Objekt erhält einen eigenen Namen: die Couchtische hören auf den Ruf beliebter Berliner Kieze wie Helmholtz oder Wrangel, die Regale – wie Sjènne oder Zweikese – sind im Dialekt nach Dörfern aus Raaijmakers Heimat benannt. Jedes ist ein Einzelstück und besitzt doch eine klare gestalterische Linie.

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Das deutsche Lieblingswort von Mike Raaijmakers? – »Patina«. Seine sprachlichen Vorlieben setzt er erfreulicherweise auch gestalterisch in seinen Objekten um.

acanthus_johanenlies_VALKENBURG_1Alle Abbildungen: Johanenlies.

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